Keltische Kunst

Ein mathematisches Konzept

Grundgedanken

Das Konzept des Interlacing

Drunter und Drüber

Denkt man an Irland, so fällt einem irgendwann bestimmt die keltische Ornamentik ein. Diese folgt einem sehr einfachen Prinzip, wie Ihr im Ringornament erkennen könnt. Die Kreuzungspunkte der "Bänder" werden abwechselnd über und unter dem kreuzenden Band endlang geführt. Daraus ergibt sich, dass man fast alle keltischen Knoten auch wirklich knoten kann. Man redet hier auch von der Zopfoptik.

Keltische Schrift

Uncialis - Uncial - Unziale

Die sogenannte keltische Schrift gibt es in dieser Form nicht. Jedenfalls nicht in der Form, wie sie der größte Teil der Bevölkerung versteht. Druiden hatten durchaus Schriftsysteme (z.B. Ogham). Hier fallen wir einmal mehr auf die Tourismusindustrie herein und auf sehr alte Manuskripte. Es passt mitunter zu der Historie und dem Grund warum diese Schrift Irland zugeordnet wird: Sie sind stock-konservativ. Manche behaupten als Abwehr zur britischen Besetzung. Jedenfalls wurde die Uncialis sehr lange noch geschrieben, als das Festland die Strenge der Gothik bevorzugte. DIe Unzialen sind Großbuchstabenschriften, also Majuskeln.

Celtic Art - The Methods of Construction

George Bain (1. Auflage 1951)

Eines der wichtigsten Bücher für alle, die nicht nur keltische Ornamentik abpausen wollen ist dieses Buch, dass im CONSTABLE London erschienen ist. George beschreibt nicht nur die Logik der Bänder, sondern auch Hintergründe hierzu. Er gibt Beispiele, wie man ein Ornamentikbeispiel auf eine Schale überträgt etc.
Er erklärt die Zoomorphics, Spirals und Key-Patterns. Letztere beide wurden auch von den Pikten genutzt. Ich habe die Ausgabe von 1993.

ISBN 0 09 461830 5